es ist ja ganz schön lecker kalt zur Zeit! Nun, das soll vorkommen im Winter, und ist sicher immer noch besser als feuchtes Schmuddelwetter, nicht? Dennoch könnten ein paar Zeilen zur Gesundheit ganz nützlich sein. Hier ein paar Tipps vom KiZ:
Keine Angst vor kalter Luft, geht immer schön raus mit den Kindern bzw. lasst sie raus zum Spielen. Ihr müsst sie nicht als Eskimo verkleiden, aber die Kleidung sollte schon warmhalten und nicht durchnässt sein.
Ungünstig sind häufige Temperaturwechsel, z.B. shoppen gehen: ins Warme, ins Kalte, ins Warme usw.
Zu Hause liegt die ideale Zimmertemperatur um die 21-23°C, nachts um 16-18°C. Es ist günstig, die trockene Heizungsluft etwas anzufeuchten. Raumbefeuchter sind mit Vorsicht zu geniessen, denn erstens können es wahre Bakterienschleudern sein, und zweitens möchte niemand in einer Tropfsteinhöhle wohnen. Das freut dann nur den Schimmel und die kleinen Hausstaubmilben. Für Interessierte: die ideale Luftfeuchtigkeit beträgt 50 - 60%. Lüftet lieber 2-3 mal täglich für 5 Minuten durch.
Um Ansteckungen zu vermeiden, ist es gerade im Winter wichtig, öfter die Hände zu waschen.
An die lieben Omas: zusätzliche Vitaminpräparate, Nahrungs- und Spurenelementergänzungsmittel sowie teure "Immunstärkungsmittel" aus der Apotheke sind unnütz und können schlimmstenfalls sogar schaden. Kauft den Kindern von dem Geld lieber was Schönes zum Geburtstag oder legt es für später auf die hohe Kante. Das Immunsystem ist ein bescheidener und sehr fleißiger Arbeiter, der sich königlich über viel Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und eine ausgewogene vitamin- und ballaststoffhaltige Ernährung freut.
Achtung: nicht gleich jeder Schnupfen und jedes Hüsterchen ist eine Krankheit! Das zeigt erstmal nur, dass das Immunsystem fleißig ist und arbeitet. Hustensäfte sind meist überflüssig; abschwellende Nasentropfen reichen oft völlig aus. Und: bei erkälteten Kindern keine Angst vorm Baden! Dass das Wasser und das Bad selber schön warm sein sollten, versteht sich von selbst. Bitte verwendet keine ätherischen Öle v.a. bei Säuglingen und Kleinkindern.
Zum Schluß noch kleine Tipps zum Thema: wann muß ich denn nun zum Arzt? Das kann man nicht so rasiermesserscharf sagen. Aber hier ein paar Beispiele: Wenn Kind sich nur noch quält, wenn Husten den Schlaf verhindert, wenn Fieber gar nicht runtergeht oder länger als drei Tage dauert, wenn Kind kaum noch trinkt, wenn Kind schlecht Luft kriegt, wenn Kind Schmerzen hat, oder sagen wir mal so: wenn Ihr einfach ein schlechtes Gefühl habt!