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Zecken - Impfung, gibt es das?

Raus mit der Zecke
Raus mit der Zecke !

Nein, natürlich nicht, keine Zecke der Welt lässt sich durch eine Impfung beeindrucken. Das geht höchstens durch sog. Repellentien, also insektenabwehrende Mittel auf der Haut. Dazu später mehr.

Aber, wenn eine Zecke dann doch gebissen hat, was kann passieren ? Nun, sie muss nicht, kann aber Krankheiten übertragen. Und zwei davon können durchaus gefährlich werden.

  • Die Borreliose. Die Krankheit können Zecken weltweit übertragen, also auch bei uns. Sie zeigt sichfast immer durch eine Hautrötung an der Bissstelle, welche sich nach etwa einer Woche immer weiter kreisförmig ausbreitet. Im späteren Stadium können dann mit oder ohne Fieber alle Organe des Körpers erkranken. Die schlechte Nachricht: eine wirksame Impfung hiergegen gibt es nach wie vor leider nicht. - Die gute Nachricht 1: wird die Zecke rasch, d.h. innerhalb von 12 Stunden entfernt, wird sie diese Bakterien nicht übertragen können. Die gute Nachricht 2: es gibt eine gute und wirksame antibiotische Therapie. - Sollten Sie also irgendwie den Verdacht auf eine solche Infektion haben, gehen Sie zu Ihrer Ärztin / Arzt.
  • Die Frühsommer - Meningoencephalitis (FSME). Die Verbreitung dieser Krankheit ist auf bestimmte Gebiete wie z.B. Bayern, Baden - Württemberg, Hessen, Österreich und Schweiz, Osteuropa und Schweden begrenzt. Achtung, im letzten Jahr wurden auch Fälle aus dem Emsland gemeldet. Die aktuelle Karte finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Institutes  - Es handelt sich um Viren, die sowohl die Hirnhäute als auch das Gehirn selber befallen können, also eine ernste Erkrankung. Auch hier eine schlechte Nachricht: diese Viren können von der Zecke schon kurz nach dem Biss übertragen werden. Auch hier eine gute Nachricht: es gibt eine gut wirksame Impfung dagegen. Was bitte nicht heißt, dass jede Familie, die mit dem Auto durch Bayern fährt, auch eine Impfung benötigt. Gerade Kleinkinder erkranken erfreulicherweise nur sehr selten schwer. Sollte Sie sich aber öfter in den genannten Gebieten aufhalten, sprechen Sie Ihren Arzt oder uns bitte an.

Noch ein Tipp zum Schluss: besorgen Sie sich für den Fall der Fälle zum Entfernen einer Zecke in Ihrer Apotheke eine Karte oder, besser noch, eine spezielle Pinzette. Kostet nicht viel und nimmt nicht viel Platz weg. Denn es ist besser, die Zecke früh und vielleicht etwas unperfekt herauszuholen (bleibt schon mal ein Beinchen drin), als einen halben Tag auf eine perfektere Entfernung in einer Ambulanz zu warten. Die Zecke dann nicht mit Öl o.Ä. beträufeln, sondern einfach herausziehen, rechts oder linksrum ist völlig egal. Hundebesitzer kennen sich hier übrigens bestens aus.

Ansonsten, fragen Sie unser Team. Und, in diesem Sinne: guten Start in den Frühling :)

Nicht immer bekannt - Alkohol + Schwangerschaft = tabu

Liebe Leser und Leserinnen,

ernstes Thema: in einer medizinischen Fachzeitschrift ist jetzt noch einmal ein Artikel erschienen, der sehr zu denken gibt: allein in Deutschland werden jedes Jahr 14.000 Babys mit dauerhaften Schäden geboren, weil die Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Warum schreiben wir das hier? Weil die meisten Frauen leider gar nicht wissen, dass sich auch kleine Mengen Alkohol schon schädigend auf das Embryo auswirken. Sollten Sie andere (werdende) Mütter treffen oder kennen, geben Sie diese Information bitte weiter. Natürlich genehmigen wir uns fast alle immer mal wieder ein Schlückchen. Wir halten es aber für absolut verantwortungslos, dass die deutsche Alkoholindustrie sich weigert, auf Alkoholika generell einen Warnhinweis zu drucken. In anderen europäischen Ländern ist das Standard.

Die Allergien sind los !

Winter ade, komm Frühling, komm ! So fühlen wohl die meisten Menschen. Wer aber unter einer Pollenallergie leidet, erlebt das Erwachen der Natur mit gemischten Gefühlen. Nase zu, Augen rot, und bei Asthma - Kranken beginnen die Hustenanfälle. In unserem Zentrum hatten wir in den letzten beiden Wochen schon etliche große und kleine Patienten mit Allergien. In leichten Fällen kann man sich aber auch selbst helfen - wir geben hier mal ein paar Tipps zum Besten !

  • Meist äußert sich eine Pollenallergie an Augen und Nase, alles wird rot und läuft, man reibt sich, und alles wird nur noch schlimmer. Am schönsten wäre natürlich, man könnte die Allergene einfach meiden- das geht leider meist nicht. Was tun?
  • Die Methode mit der besten Wirkung und den geringsten Nebenwirkungen besteht darin, die allergischen Symptome an Ort und Stelle, d.h. mit Augen- und Nasentropfen zu behandeln. Welche? Präparate mit Cromoglicinsäure wirken nur langsam und bei regelmäßiger Anwendung, bei Kindern nicht so praktikabel. Deutlich schneller wirken Antihistaminika wie Azelastin und Levocabastin. Achtung, manche sind ab 1, manche erst ab 6 Jahren zugelassen.
  • Sollte das nicht reichen oder helfen, oder die Haut ist auch betroffen, kann man auch ein Antihistaminikum einnehmen, für Kinder und Jugendliche empfehlen wir Cetirizin oder Loratadin. Achtung, diese können Nebenwirkungen haben und zum Beispiel müde machen, und bitte nicht in den ersten beiden Lebensjahren anwenden. Manche sind auch erst ab 6 Jahren zugelassen. Fragen Sie uns oder den Apotheker oder lesen Sie den Beipackzettel.
  • Es gibt auch hochwirksame Cortison - Nasensprays; verwenden Sie diese aber nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt.
  • Bitte vereinbaren Sie mit Ihrem Kind / Jugendlichen bei uns oder Ihrem Arzt einen Termin, wenn:  > Die Medikamente nicht helfen  > Ihr Kind noch keine zwei Jahre alt ist   > die Atmung betroffen ist (Asthma ?!)  > Die Symptome länger als ein Jahr bestehen. 
  • Für Interessierte: es gibt vom HelmholtzZentrum münchen eine sehr gute und informative Webseite !

Noch Fragen ? Wir sind für euch da !

 

Vier Monate Online - Termine

Liebe Eltern, liebe Patienten,

seit drei Monaten können Sie sich, könnt Ihr euch bei uns nun auch Termine online buchen. Das klappt aus unserer Sicht schon einmal ganz gut. Dennoch würden wir gerne wissen, wie es aus Ihrer Sicht klappt? Bitte schreibt uns doch Anregungen und Kritik auf das Kontaktformular! Danke!

HPV? Impfung? Für Jungen? Was ist das nun wieder?

Wir erklären's!

Also, HPV (nicht zu verwechseln mit HIV!) ist ein Virus, welches durch Geschlechtsverkehr auf alle Schleimhäute übertragen wird und dann erst einmal zum Wachstum von Warzen, sog. Condylomata führt, und dann in der Folge leider oft zur Entstehung von Krebs. Eine recht zuverlässige Impfung gegen diese Krankheit gibt es schon recht lange, bisher eher bekannt unter der Bezeichnung "Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs". Das war nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig- denn, wie gesagt, das Virus kann erstens alle Schleimhäute befallen, und zweitens unterscheidet es vor allem nicht zwischen Männlein und Weiblein. Insofern war es bisher eine Diskriminierung der Jungen, dass diese die sehr wirksame Impfung im Gegensatz zu den Mädchen nicht erstattet bekamen.

Das ist nun endlich vorbei! Der Beginn der Impfung kann ab dem 9. Lebensjahr erfolgen, spätester Zeitpunkt sollten 17 Jahre sein. Es sind zwei Injektionen, ab 15 Jahren wegen der geringeren Wirksamkeit drei. Falls Sie weitere Auskünfte möchten- sprechen Sie uns an!